Ausbildung und Arbeit
Ausbildung und Arbeit
Der Abschluss einer ordentlichen Ausbildung gehört fast allen Bereichen zu den Grundvoraussetzungen, um im Berufsleben bestehen zu können. Dabei spielt es kaum eine Rolle, ob man einen Beruf im Dualen System oder in einer überbetrieblichen Ausbildung gelernt hat. Nicht ohne Grund hat das deutsche System der Berufsausbildungen bis heute Weltruf. Die Kenntnisse und Fertigkeiten, die hier vermittelt werden, erlauben erst hochqualifizierte Berufstätigkeiten. Für die Meisterschule ist ein Berufsabschluss sowie einige Jahre Erfahrung Voraussetzung. Zudem erlauben die meisten Berufsabschlüsse einen Besuch von Fachakademien oder Fachhochschulen. Hier werden akademische Berufsabschlüsse erworben, die die Karrieretreppe mehrere Stufen nach oben führen können.
Lebenslanges Lernen
Die Ausbildung endet heute nicht mehr mit dem Gesellen- oder Gehilfenbrief. In einer permanent sich rasant verändernden Welt, veraltert Wissen sehr schnell. Um auf dem Laufenden zu bleiben, ist es daher erforderlich seinen Kenntnisstand ständig anzupassen. Je qualifizierter die Arbeit ist, desto kürzer sind die Intervalle, in denen man seine Ausbildung erweitern und auffrischen muss. Fortbildungen gehören daher zum Arbeitsalltag. Das ist ein Erfordernis für die Unternehmen, aber auch im Interesse des Mitarbeiters, der so konkurrenzfähig bleibt und Karrierechancen nutzen kann. Lebenslanges Lernen ist das Stichwort, das in diesem Zusammenhang häufig bemüht wird.
Zweit- oder Drittausbildungen sind üblich
Es ist mittlerweile üblich geworden, dass man die Arbeitsstelle, die man nach der Ausbildung antritt, nicht mehr bis zur Rente besetzt. Im Laufe des Berufslebens ist es daher mittlerweile normal, dass man nach der Erstausbildung bei Bedarf eine Zweit- oder gar Drittausbildung absolviert. Oft passiert es dabei, dass so Kombinationen von Kenntnissen entstehen, die für Unternehmen sehr interessant sind. Wird beispielsweise eine handwerkliche Ausbildung mit einer kaufmännischen zusammen gebracht, ist der Mitarbeiter vielfältig einsetzbar und versteht auch Prozesse die in andere Bereichen des Unternehmens ausgeführt werden.
MehrArbeiten als Musiker
Arbeiten als Musiker
Die Vorstellung, dass Berufsmusiker entweder gefeierte Stars oder verkrachte, am Hungertuch nagende Existenzen sind, entspricht sicher nicht ganz der Realität. Dennoch gibt es kein Vertun: Das Leben als Musiker ist hart und anstrengend. Man braucht eine bärenstarke körperliche Kondition und hat am besten eine professionelle Ausbildung als Musiker hinter sich. Die vielen Castingshows mögen manchmal den Eindruck erwecken, dass es gar nicht so schwierig ist, entdeckt zu werden. Der Alltag des Musikers sieht anders aus.
Das Leben als Musiker ist anstrengend
Zunächst erfordert der Beruf des Musikers Zähigkeit, Zielstrebigkeit und Geduld. Auch wenn durch einen Boom in der Unterhaltungsindustrie Musiker heute deutlich mehr Berufschancen haben als noch vor 15 Jahren, bedeutet dieser Beruf doch auch, jedes Engagement anzunehmen, das sich bietet. Da kann es schon passieren, dass man einen Großteil seiner Einnahmen mit Programmen auf Betriebsfesten oder in Ausflugslokalen macht, deren Inhalt den eigenen künstlerischen Intentionen nur sehr entfernt entsprechen. Dennoch gilt es, stets gut gelaunt eine perfekte Show abzuliefern.
Musiker, die unterrichten können, haben es leichter
Gerade von Musikern wird unbedingte Professionalität erwartet und eine Persönlichkeit, die es genießt im Mittelpunkt zu stehen. Da die Chancen auf eine Festanstellung als Musiker nur sehr gering sind, wird man bei jedem neuen Casting seine ganze Energie in die Wagschale werfen müssen, um sich mit jedem Engagement ein wenig zu verbessern. Einen gewissen Vorteil genießen Musiker, die auf Grund ihrer Ausbildung auch in der Lage sind Unterricht zu geben. Privatunterricht wie auch eine Tätigkeit als Musiklehrer an einer Schule können zusammen mit der Arbeit als Musiker am ehesten ein Einkommen bringen, von dem man leben kann.
MehrMusik und Job – Veranstaltungskaufmann
Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann
Die Realität am Arbeitsmarkt zeigt, dass Generalausbildungen wie z.B. die des Bürokaufmanns, nicht immer den Erfordernissen eines konkreten Arbeitsplatzes entsprechen. Im Bereich der kaufmännischen Ausbildungen gibt es daher eine breite Auffächerung der Ausbildungsordnungen nach Branchen und Tätigkeitsprofilen. Damit sind diese Ausbildungen praxistauglicher geworden, und erhöhen die Chancen des Auszubildenden, nach dem Kaufmannsgehilfenbrief eine passende Anstellung zu finden. Einen besonders interessanten Arbeitsplatz verspricht dabei die Ausbildung zu Veranstaltungskaufmann.
Vielfältige Einsatzmöglichkeiten des Veranstaltungskaufmanns
Veranstaltungskaufleute gehen mit den speziellen Erfordernissen in der Organisation und kaufmännischen Abwicklung von Events, Festivals und Messen um. Sie beschäftigen sich dabei z.B. mit der Abrechnung der Künstlersozialversicherung, der Kalkulation und Organisation zur Erfüllung von Sicherheitsbestimmungen bei Veranstaltungen und sind vertraut mit den besonderen Erfordernissen in der Vertragsgestaltung mit Künstlern. Typische Arbeitgeber sind Konzertveranstalter, Messeorganisationen, öffentliche und private Veranstaltungshallen aber auch Großdiskotheken und Gesellschaften, die für Film und Fernsehen produzieren.
Aufbau der Ausbildung
Die dreijährige Ausbildung erfordert eine Mittlere Reife und ist modular aufgebaut. Dabei erhalten die Auszubildenden zunächst eine gründliche kaufmännische Grundausbildung. Dieses erste Modul ist in allen modular aufgebauten kaufmännischen Ausbildungen gleich. Damit bleiben Veranstaltungskaufleute flexibel und können bei Bedarf Abschlüsse für andere Branchen erwerben. In weiteren Modulen werden dann die berufstypischen Fertigkeiten vermittelt. Ein sehr deutlicher Unterschied zu anderen kaufmännischen Tätigkeiten kann hier in den Arbeitszeiten liegen. Veranstaltungen finden meist statt, wenn andere nicht arbeiten, also am Abend und an den Wochenenden. Auch ist es für Veranstaltungskaufleute üblich, während der Veranstaltung mit anzupacken. Das mag zwar oft nicht zur Arbeitsplatzbeschreibung gehören, macht den Job aber sehr abwechslungsreich.
Mehr